Azure Data Studio – Wird alles zum SQL Notebook ?

Empty SQL Notebook - unsplash.com - Photo by Nick Morrison

Animiert durch die Beiträge von Gianluca und Rob, sowie meiner eigenen Begeisterung, kommt hier ein Beitrag zu den neuen SQL Notebook im Azure Data Studio. Bereits mehrfach im Netz verkündet, wie zum Beispiel von Vicky Harp – als Microsoft Product Manager für u.a. das Azure Data Studio – twitterte diese Anfang März folgendes:

Das Azure Data Studio

Das Azure Data Studio ist nun die kommende, plattformübergreifende Oberfläche neben dem SQL Server Management Studio um Datenbanken zu verwalten. Das SQL Server Management Studio (SSMS) ist in der Hauptsache DAS Verwaltungstool für alle SQL relevanten Services rund die SQL Server Produkte, egal ob in der Cloud, Hybrid oder OnPrem, ABER auf einer Windows-Umgebung basierend. Mit dem Azure Data Studio gibt Microsoft auch anderen Plattformen (wie zum Beispiel dem Mac OS) die Möglichkeit eine grafische Oberfläche für die Datenbank-Administration zu bieten. Das Azure Data Studio basiert auf der gleichen Engine und UI wie Visual Studio Code und lässt sich genau so mit Marketplace-Items erweitern. Mit dem aktuellen Release (März 2019) kommt endlich auch die Unterstützung von Powershell (Powershell-Console) hinzu, ebenso wie die Verwaltungsmöglichkeit von PostgreSQL-Datenbanken (z.B. IntelliSense, Keyword completion, Code snippets)

Azure Data Studio - Powershell Console

Das neue SQL Notebook

Nein, es ist keine spezielle Hardware für den SQL Server Administrator 😉
Mit den neuen SQL Notebooks ist man nun in der Lage Abfolgen von bestimmten Statements dokumentiert zu schreiben und weiterzureichen. Jetzt werden sicherlich viele sagen, „Ja, aber das kann ich mit einer >normalen< SQL-Datei auch!“… klar, ihr habt recht! Aber mit den SQL Notebooks kann man das Ganze auch noch inklusive Ergebnis in EINER Datei speichern und vor allem „Hübscher“ 😉

Wenn man also ein neues Notebook erstellt, kann man oben auswählen, ob man einen neuen Text- oder Code-Block hinzufügen möchte. Code-Blöcke sollten immer den ausführbaren Code enthalten und Text-Blöcke entsprechend formatierbare Texte, Beschreibungen oder Anweisungen! So lassen sich sehr schön zum Beispiel Handlungsanweisungen in ein solches Notebook hinterlegen.

Denkbares Szenario für den Helpdesk

  • Kunde ruft an und meldet Problem mit dem SQL Server
  • Helpdesk entnimmt der Handlungsanweisung, dass er ein bestimmtes Notebook dem Kunden schicken soll
  • Kunde öffnet das Notebook mit dem Azure Data Studio und führt die enstprechenden Schritte gemäß Anleitung aus
  • der Kunde speichert die Ergebnis in diesem Notebook und schickt es (samt den Ergebnissen) an den Helpdesk zurück
  • Anhand der Ergebnisse kann der Helpdesk dann entscheiden was weiter erfolgen muss/kann/soll

Oder wie in meinem folgenden Beispiel kann man die Konfiguration des SQL Servers nach der Installation durchführen und dokumentieren!

Azure Data Studio - SQL Notebook

Hier gibt es bereits jetzt vielfältige Möglichkeiten und es werden mit den kommenden Updates sicherlich mehr werden, wenn man dann zum Beispiel – nachdem Powershell Code ausführbar wäre – aus einem SQL Notebook heraus auch direkt eine Migration mit dbatools durchführen oder ein Big-Data-Cluster für den SQL Server 2019 deployen… oder oder oder

Im Laufe des MVP Summits 2019 in Seattle hatte ich die Möglichkeit direkt mit Vicky und Ken (beide Product Manager) zu reden und man könne sich vorstellen, dass in Zukunft zum Beispiel (wie oben bereits von mir skizziert) der Microsoft-Support ebenfalls nur noch SQL Notebooks verschickt und man somit schneller eine Kundenanfrage oder -problem lösen kann, da die einzelnen Schritte innerhalb einer Datei mit dem jeweiligen Code dokumentiert sind. Mit der Einbindung von z.B. PanDoc lässt sich das Ergebnis bzw das SQL Notebook mit den Ergebnissen auch in ein PDF exportieren, um so aktuelle Konfigurationen zu dokumentieren und archivieren.

Viele, viele Möglichkeiten mit einem wunderbaren neuen Feature im Azure Data Studio.

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