Resize einer Azure SQL Database mit Powershell – Teil 2

Resize Azure SQL Database

Nachdem ich im ersten Teil meiner Azure SQL Database Powershell Automation Reihe gezeigt habe, wie man sich die Ressource-Gruppe, den logischen SQL Server und die entsprechende Datenbank anlegt, möchte ich euch nun zeigen wie man ein Resize des Performance-Level dieser Datenbank umsetzen kann.
Warum soll man eine Datenbank resizen wollen? Nach oben – also mehr Leistung kann man vielleicht noch verstehen, aber warum auch wieder ein Downsizing machen? Also starte ich erst einmal mit den jeweiligen Gründen für eine Anpassung der gewählten Leistungsklasse.

Welche Leistung brauche ich wann?

Nehmen wir am besten ein Beispiel… eine größere Firma die Arbeitsplätze (Workspace) vermietet und nur in Deutschland aktiv ist, hat eine Applikation zur Verwaltung/Buchung ihrer Meetingräume bzw Arbeitsplätze. Diese Applikation wird von den Damen am Empfang nur während der “Öffnungszeiten” intensiv genutzt und außerhalb dieser Zeiten gelegentlich durch Mitarbeiter. Im Grunde benötigen die Empfangsdamen ihre Applikation und somit die Datenbank nur zwischen bestimmten Zeitpunkten, beispielsweise 7 – 20 Uhr, den Rest des Tages bleibt die Datenbank nahezu ungenutzt…
Was liegt also näher diese Datenbank tagsüber “schneller” zu machen? On-prem ist dies leider nicht möglich, da man einer einzelnen Datenbank nicht so ohne weiteres weitere Ressourcen zuweisen kann.

Ein weiteres Beispiel sind Auswertungen oder Verarbeitungen, hier können die betrieblichen Belange stark variieren, wenn am Monatsende der Abschluss ansteht wird mehr Rechenleistung in der Azure SQL Database benötigt, damit die Daten ausreichend schnell verarbeitet und bereitgestellt werden können.

  • je nach Applikation-Nutzung-Verhalten
  • je nach betrieblichen Anforderungen
    • nächtliche Verarbeitungen
    • Monatsabschluss
    • Jahres-End-Rally

Azure SQL Database

Was benötigen wir alles für einen Resize der Azure SQL Database

  • eine Resource Gruppe bzw deren Namen
  • einen Namen für den logischen SQL Server (der unique sein muss)
  • einen Datenbank Namen
  • das neue Performance-Level (DTU)

Die Anmeldung an Azure sowie die Auswahl der zu nutzenden Subscription lasse ich hier aussen vor und beginne mit dem eigentlichen Script.
Auch hier starte ich mit der Definition der notwendigen Variablen (siehe oben):

# Set the resource group name for your server
$resourcegroupname = "RG-AzureSQLDatabase-Demo"
# Set logical server name
$servername = "server-sqldbdemo"
# The sample database name
$databasename = "db-sqldbdemo"
# Set new performance-level
$newdbDTUsize = "S3"

Nun können wir die Azure SQL Database resizen

Dies ist wesentlich einfacher als die Neu-Anlage einer Datenbank, da wir weniger Variabeln (siehe oben) und nur eine Kommandozeile zur Ausführung benötigen. Aber auch frage ich vorsichtshalber das Vorhandensein der Datenbank ab, um sicherzustellen, dass das Script keinen “Blödsinn” macht.

# Resize Azure SQL Database to new performance-level
Get-AzureRmSqlDatabase -ResourceGroupName $resourcegroupname -ServerName $servername -DatabaseName $databasename -ev notPresent -ea 0
if ($notPresent) {
    Write-Host $databasename "doesn't exist" 
} else {
    Set-AzureRmSqlDatabase -ResourceGroupName $resourcegroupname -ServerName $servername -DatabaseName $databasename -Edition "Standard" -RequestedServiceObjectiveName $newdbDTUsize
}

Wie der Vorher-Nachher-Vergleich zeigt, ist ein Resize ohne Probleme möglich und dauert nur wenige Augenblicke.

Vorher-Nachher-Resize Azure SQL Database

Björn arbeitet in Hamburg als Datenbank-Administrator und Head of Competence für MS SQL und mySQL. Er nimmt regelmäßig an den PASS Regionalgruppen Treffen in Hamburg, den Veranstaltungen der PASS wie SQLSaturday und SQLGrillen teil und er organisiert in Hamburg das Azure Meetup. Er interessiert sich neben den Themen rund um den SQL Server, Powershell und Azure für Science-Fiction, Snowboarden, Backen 😉 und Radfahren.

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